Wenn uns warm ist, kann es für unsere Tiere längst zu heiß sein.
Sonne, lange Abende und viel Zeit draußen – der Sommer hat seine schönen Seiten. Hohe Temperaturen können für Haustiere allerdings schnell anstrengend und im schlimmsten Fall gefährlich werden.
Vor allem an sehr heißen Tagen hilft häufig schon ein etwas ruhigerer Tagesablauf: weniger Action, dafür mehr Schatten, Wasser und Pausen.
DAS WICHTIGSTE AN HEISSEN TAGEN
Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Größere Spaziergänge verlegt man am besten auf den frühen Morgen oder späteren Abend. Vermeiden Sie starke körperliche Anstrengung in der Mittagshitze und lassen Sie Ihr Tier niemals allein in einem geparkten Auto zurück.
Die große Runde lieber am Morgen
An heißen Sommertagen sind die frühen Morgenstunden meistens die angenehmste Zeit für einen längeren Spaziergang.
Mittags reicht häufig eine kleine Runde im Schatten. Ausgedehntes Toben, Joggen oder Fahrradtouren mit dem Hund können auf kühlere Tage warten.
Dabei sollte man nicht nur auf die Lufttemperatur achten.
Auch der Boden wird heiß
Asphalt und andere dunkle Oberflächen können sich in der Sonne stark aufheizen. Für empfindliche Hundepfoten kann das sehr unangenehm werden.
Wenn Sie unsicher sind, prüfen Sie die Oberfläche kurz selbst. Fühlt sie sich für Ihre Hand bereits unangenehm heiß an, sollte Ihr Hund dort nicht längere Zeit laufen müssen.
Wiesen und schattige Wege sind an solchen Tagen die angenehmere Alternative.
Wasser, Schatten und Ruhe
Ihr Tier sollte jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben. Auch für längere Spaziergänge oder Autofahrten lohnt es sich, Wasser mitzunehmen.
Zu Hause suchen sich viele Tiere ganz von selbst einen kühlen Platz. Lassen Sie ihnen diese Möglichkeit und sorgen Sie dafür, dass sie sich jederzeit aus der Sonne zurückziehen können.
Kühlmatten können manchen Tieren zusätzliche Erleichterung verschaffen. Das Tier sollte allerdings selbst entscheiden können, ob und wie lange es darauf liegen möchte.
🐾 UNSER PRAXISTIPP
Im Sommer darf der Tagesablauf ruhig ein wenig langsamer werden. Die lange Runde früh am Morgen, mittags nur kurz raus und abends noch einmal gemütlich los – damit kommen viele Hunde an heißen Tagen deutlich besser zurecht.
Das Auto wird schnell zur Hitzefalle
Dieser Hinweis kann gar nicht oft genug wiederholt werden:
Lassen Sie Ihr Tier bei warmem Wetter niemals allein im Auto.
Auch nicht für einen kurzen Einkauf und auch nicht bei leicht geöffnetem Fenster.
Ein Fahrzeug kann sich bei Sonneneinstrahlung innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen. Aus einer vermeintlich kurzen Wartezeit kann dadurch eine lebensbedrohliche Situation entstehen.
Welche Tiere brauchen besonders viel Aufmerksamkeit?
Grundsätzlich kann Hitze jedes Tier belasten. Besonders aufmerksam sollten Sie bei älteren oder gesundheitlich vorbelasteten Tieren sowie bei sehr jungen Tieren sein.
Wenn Sie wissen, dass Ihr Tier mit hohen Temperaturen schlecht zurechtkommt, planen Sie heiße Tage entsprechend ruhig.
Warnzeichen ernst nehmen
Ungewöhnlich starkes Hecheln, deutliche Unruhe, Schwäche, Taumeln, Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit können Anzeichen einer ernsthaften Überhitzung sein.
Dann sollte nicht erst lange im Internet nach einer Lösung gesucht werden.
IM ZWEIFEL LIEBER EINMAL ANRUFEN
Wenn Ihr Tier bei großer Hitze plötzlich auffällig wirkt oder Sie eine Überhitzung vermuten, kontaktieren Sie bitte zeitnah eine Tierarztpraxis. Außerhalb unserer Sprechzeiten wenden Sie sich an den zuständigen tierärztlichen Notdienst.
