Klein, lästig und leider nicht ganz harmlos.
Sobald es draußen wärmer wird, beginnt auch wieder die Zeckenzeit. Besonders Hunde bringen die kleinen Blutsauger gerne vom Spaziergang mit nach Hause. Aber auch Freigängerkatzen können betroffen sein.
Ein Zeckenstich ist zunächst kein Grund zur Panik. Trotzdem sollte man genauer hinschauen: Zecken können Krankheitserreger übertragen und sollten deshalb möglichst früh entdeckt und entfernt werden.
DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK
Kontrollieren Sie Ihr Tier regelmäßig auf Zecken – besonders nach Spaziergängen durch Wiesen, hohes Gras oder Waldgebiete. Eine festgesaugte Zecke sollte möglichst zeitnah und vollständig entfernt werden. Welcher vorbeugende Zeckenschutz sinnvoll ist, hängt vom Tier, seiner Lebensweise und gegebenenfalls auch vom Reiseziel ab.
Wo verstecken sich Zecken besonders gerne?
Zecken suchen sich bevorzugt Stellen, an denen sie relativ leicht an die Haut gelangen. Schauen Sie deshalb besonders rund um Kopf und Ohren, am Hals, in den Achseln und Leisten sowie zwischen den Zehen nach.
Bei langem oder dichtem Fell sind kleine Zecken nicht immer sofort zu sehen. Oft entdeckt man sie beim Streicheln sogar schneller als mit bloßem Auge.
Ein kurzer Zecken-Check nach dem Spaziergang lässt sich gut in den Alltag integrieren und dauert meist nur wenige Minuten.
Eine Zecke entdeckt – was nun?
Eine festgesaugte Zecke sollte möglichst zeitnah entfernt werden. Gut geeignet sind beispielsweise eine Zeckenzange oder ein Zeckenhaken.
Setzen Sie das Werkzeug möglichst nah an der Haut an und entfernen Sie die Zecke ruhig und kontrolliert. Auf Öl, Klebstoff oder ähnliche Hausmittel sollte verzichtet werden.
Bleibt einmal ein kleiner Teil der Zecke in der Haut zurück, ist das nicht automatisch ein Notfall. Beobachten Sie die Stelle jedoch in den folgenden Tagen.
Was sollte ich danach beobachten?
Eine leichte Reaktion an der Einstichstelle kann vorkommen. Wird die Stelle jedoch deutlich rot oder geschwollen oder zeigt Ihr Tier plötzlich Beschwerden, sollten Sie aufmerksam werden.
Auch Veränderungen des Allgemeinbefindens – beispielsweise ungewöhnliche Müdigkeit, Fieber oder Bewegungsunlust – sollten tierärztlich abgeklärt werden.
🐾 UNSER PRAXISTIPP
Machen Sie den Zecken-Check zu einem kleinen Ritual nach dem Spaziergang. Gerade an Kopf, Ohren, Hals und Beinen lohnt sich ein kurzer Blick. Je früher eine Zecke entdeckt wird, desto einfacher lässt sie sich in der Regel entfernen.
Welcher Zeckenschutz passt zu meinem Tier?
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht. Ein Hund, der täglich durch Wald und Wiesen läuft, hat ein anderes Risiko als ein Tier, das sich überwiegend zu Hause oder im Garten aufhält.
Auch Tierart, Alter, Gewicht, Vorerkrankungen und geplante Reisen können bei der Wahl des passenden Schutzes eine Rolle spielen.
Wenn Sie unsicher sind, welches Präparat für Ihr Tier geeignet ist, sprechen Sie uns gerne an.
Wann sollten Sie uns anrufen?
Wenn sich eine Zecke nicht entfernen lässt, die Einstichstelle auffällig reagiert oder Ihr Tier nach einem Zeckenstich Beschwerden zeigt, können Sie sich gerne bei uns melden.
Sie haben Fragen zum Zeckenschutz?
Wir beraten Sie gerne individuell für Ihr Tier.
